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Mitarbeiterin des Monats an den Whirlpools

Oktober 8th, 2009 · No Comments

Irgendwann vor einiger Zeit haben unsere Chefs mal eingeführt, dass es jeden Monat einen Mitarbeiter des Monats gibt. Zuerst fand ich diese Idee eigentlich recht doof. Ich wusste nicht so recht, ob es denn den Teamgeist nicht zerstören würde. Der Konkurrenzkampf war ja doch sehr groß und diese Auszeichnung wollte auch jeder einmal bekommen. Bei den Spielregeln gab es so einiges zu beachten. Es wurde geprüft, wie die Mitarbeiter mit den Gästen umgehen. Dann wurde auch genau kontrolliert, ob die Arbeiten richtig gemacht wurden. Und zu guter Letzt musste jeder einen kleinen Test machen. Dieser kam immer ganz unverhofft und wir wussten auch nie, dass dies unser Test war. Es handelte sich meistens um Kleinigkeiten. Bei den Zimmermädchen wurden zusätzliche Gegenstände im Zimmer versteckt oder ein paar Stellen verschmutzt. Hat sie diese entdeckt, so galt die Aufgabe als erfüllt. Am Empfang war es ein Kunde, der gut bedient werden sollte oder ein Gast, der eine Beschwerde eingereicht hatte. Diesen galt es zu beruhigen und zu entschädigen. So hatte jeder Bereich seine Aufgabe und am Ende des Monats entschieden dann die Chefs, wer denn nun die oder der Mitarbeiter des Monats war.

Ich gab anfangs wirklich nicht viel auf diese Auszeichnung. Ich dachte mir, ich weiß was ich kann und ich brauche so etwas nicht. Als aber dann fast alle anderen so eine Auszeichnung hatten und ich nicht, kam mir das verdächtig vor. Ich bin natürlich zu meinem Chef gegangen und fragte ihn, ob ich ihn in irgendeiner Weise enttäuscht habe oder was falsch mache, weil ich noch keine Auszeichnung bekommen habe. Er belächelte mich nur und versicherte mir, dass dies nicht der Fall sei. Er hatte etwas ganz besonderes mit mir vor. Er wollte mich anders testen. Er wollte wissen, wie ich denn auf diese Situation reagiere, dass alle anderen schon eine Auszeichnung haben und ich nicht. Ich habe mich davon also nicht weiter beirren lassen und versuchte es so gut wie möglich zu lösen. Meine Arbeit habe ich immer wieder fortgesetzt und bei der letzten Verleihung hat er mich dann nach vorne geholt.

Ich stand vor ihm und ich musste grinsen. Er fing an zu reden und erzählte, dass ich immer sehr gut sei und er mich eigentlich jeden Monat mit einer kleinen Überraschung und einer solchen Auszeichnung beschenken müsste, weil er mich schon als seine rechte Hand ansieht. Er möchte mich nicht bevorzugen und hat mich deshalb etwas aus der Wertung zurückgenommen. Ich war sehr gerührt und bin sehr froh, dass er mich so zu schätzen weiß.