whirlpools-wasserbetten.com

Tagesdecken auf Wasserbetten

Oktober 8th, 2009 · No Comments

Manche Gäste sind echt zum aus der Haut Fahren. Da haben wir auf allen Wasserbetten bei uns im Ressort Bettwäsche, Spannbettlaken und Tagesdecken passend als Set. In der Wäschekammer sind diese Sets auch dementsprechend zusammen sortiert. Muss ein Bettlaken ausgewechselt werden, bedeutet dies automatisch, dass auch der Rest ausgetauscht wird. Wir haben nicht in allen Zimmern die gleichen Sets, da meine Chefin diese immer kauft, wenn sie sie günstig erwischt. Nun war eine Gruppe aus vier Gästen angereist; zwei Ehepaare. Sie wollen schon bei der Buchung die Zimmer unbedingt nebeneinander, mit einem gemeinsamen Balkon. Diese Kombination gibt es genau einmal bei uns. Eine Suite mit zwei Schlafzimmern und einem großen Balkon hätte genau das Gleiche gekostet. Nein, sie wollten eigene Zimmer, aber einen gemeinsamen Balkon.

Es war ein Drama, dass in dem einen Zimmer die Wasserbetten in hellen Frühlingsfarben und im anderen in sattem Dunkelblau bezogen waren. „Da kriegt man ja Augenkrebs!“ maulte die eine Dame. Ich blieb ganz ruhig. Sie ging zu ihrer Freundin ins Nebenzimmer. „War ja klar, dass ihr die schönere Bettwäsche habt!“ ging das Theater weiter. Die Freundin und die beiden Männer überdrehten die Augen. Sofort und auf der Stelle verlangte die echauffierte Dame die Hotelchefin zu sprechen, weil sie so eine dunkle Bettwäsche auch wollte und nicht in dem Oma-Design schlafen wollte. Ein Anruf meinerseits holte die Chefin herbei. Die Tagesdecke dürfte aber ruhig die bunte sein, denn tagsüber mochte sie das edle Blau nicht. Die Chefin sagte keinen Ton, nahm der Dame ihren Zimmerschlüssel, und auch dem befreundeten Ehepaar wurde der Schlüssel, hier allerdings mit einem freundlichen Lächeln, abgenommen. Die Damen sollten tauschen. Das „Aber…“ der Dame würgte die Chefin mit einem „Ach ja, die Tagesdecke“ ab. Wir verließen nach kurzem Gruß die neuen Gäste. Natürlich klang uns von der einen etwas wie „Unverschämtheit“ hinterher, aber das überhörten wir geflissentlich. Nach diesem ersten Tag folgten sieben weitere, die vom Gezeter der Dame begleitet wurden.

Am Abreisetag gab ihr Mann uns ein großzügiges Trinkgeld und dankte für unsere Geduld. Ich lächelte ihn freundlich an, beinahe aufmunternd…