Im Wasserbett zum Langschläfer werden?

Juni 28th, 2010 · No Comments

Viele Menschen interessieren sich heute für ein Wasserbett. Sie setzen Erholung, Gesundheit und einen insgesamt angenehmeren Schlaf damit gleich. Allerdings gibt es auch einige Personen, die befürchten, dass sie mit dem Kauf eines Wasserbetts zum Langschläfer werden und damit ihr halbes Leben verschlafen und verpassen.

Doch bereits 1971 wurde eine Studie veröffentlicht, die vom Bostoner Psychiater Ernest Hartmann durchgeführt wurde. In ihr wurden insgesamt 23 Langschläfer und Langschläferinnen und 16 Kurzschläfer und Kurzschläferinnen beobachtet. Als Langschläfer galten der Studie zufolge Personen, die mehr als neun Stunden pro Nacht schlafen und als Kurzschläfer diejenigen, die weniger als sechs Stunden in der Nacht schlafen. Dabei stellten sich eindeutig zuordenbare Charaktereigenschaften der unterschiedlichen Schlaftypen heraus.

So sind die Kurzschläfer erfolgreicher und dynamischer, sie sind extrovertiert und gerne in Gesellschaft unterwegs. Die Kurzschläfer lassen sich zudem nicht so schnell aus der Ruhe bringen und sind psychisch sehr stabil. Den Schlaf an sich sehen sie als Zeitverschwendung an, sie wollen ihr Leben nicht verschlafen.

Die Langschläfer hingegen sind der Studie zufolge eher introvertiert und nachdenklich. Sie unterschätzen sich oftmals und kommen deshalb im Leben nicht so recht zum Zug. Schüchtern, teilweise fast ängstlich sind sie ebenfalls. Dennoch kann man ihnen nicht nur negative Eigenschaften nachsagen. Denn in der Studie stellte sich heraus, dass Langschläfer eine höhere Kreativität an den Tag legen und originellere Ideen und Einfälle haben. Insgesamt lieben sie den Schlaf und die Träume und messen ihm viel Bedeutung bei.

Obwohl die Studie aufgrund der geringen Teilnehmerzahl sicherlich nicht als repräsentativ angesehen werden kann, zeigt sie, dass das Wasserbett einen Menschen nicht zum Langschläfer macht, sondern dies einfach in der Natur des Individuums liegt.